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Die Konstruktion und der Gedanken der Globalrecyclingfähigkeit

Kurzfassung der Promotionsarbeit von Dr. Hans Löfflad

 

Seit Jahrtausenden baut der Mensch - für sich, für seine Toten und für seine Götter. Er baut Behausungen, Gruften, Pyramiden, Tempel und Kirchen, aber auch Straßen, Brücken und Kanäle. Seit der Mensch bauen kann, gibt er aber auch immer wieder Gebäude auf, bzw. nutzt er bestehende Gebäude für andere Zwecke.
Das Recycling ganzheitlich betrachtet, ist der Einbezug der Natur als Leitidee. Daraus entwickelt sind die ganzheitlichen Definitionen.


Globalrecycling ist die Wiedereingliederung anthropogen beeinflusster Stoffflüsse in die biogenen und geogenen Kreisläufe der Natur.


Der eher abstrakte Begriff Globalrecycling muss für den Menschen schnell verständlich sein, um den gewünschten Effekt des ganzheitlichen Recyclings auszulösen. Für jeden wird der
Begriff „Globalrecycling“ mit folgender Umschreibung leicht verständlich.
Das globalrecyclingfähige Haus ist ein zeitweise bewohnbarer Komposthaufen.
Wissenschaftlicher dargestellt: Das globalrecyclingfähige Haus soll ein Gebäude darstellen, welches in seinen Komponenten aus Stoffen besteht die, wenn man sie nicht mehr benötigt, in die Natur zurückgeben werden können, ohne dass diese Schaden leidet.


Um die Umsetzung des globalen Recycling in das tägliche Baugeschehen leicht zu ermöglichen, steht ein Planerkatalog zur Verfügung. Weitere Informationen zur konkreten Umsetzung werden durch die Baubeschreibung eines idealen globalrecyclingfähigen Gebäudes gegeben.
Der Gedanke des globalrecyclingfähigen Hauses wird in einer Fallstudie auf die Machbarkeit untersucht. Der untersuchte Baukomplex unterteilt sich in zwei Gebäude mit insgesamt fünf Einheiten. Eine Einheit, das globalrecyclingfähige Modellgebäude wird aus möglichst vielen nachwachsenden Rohstoffen erstellt und Passivhausstandard mit 12 kWh/m 2 a Heizwärmeverbrauch haben. Die Fallstudie zeigt, dass ein modernes Bürogebäude mit den baurechtlichen Vorgaben zu 67 % aus globalrecyclingfähigen Baustoffen erstellt werden kann.


In der Ökobilanzberechnung nach dem BauEcoIndex mit der Berechnungsplattform der BauBioDataBank werden alle fünf Gebäude Einheiten überprüft. Mit den Vorgaben der Bauteilaufbauten wurden die ökologische Kennzahlen (Versäuerung in kgSO 2 eq., Treibhauseffekt in kgCO 2 eq., erneuerbare Primärenergie in MJ/kg und nicht erneuerbare Primärenergie in MJ/kg) berechnet. Die Ökobilanz zeigt, dass das globalrecyclingfähige Gebäude, in dessen Konstruktionen hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe eingebaut wurden, die besten ökologischen Kennwerte aufweist.
Vertiefend zur Ökobilanz wurde eine Energiebilanz unter Einbeziehung der Herstellung- und Nutzungsenergie durchgeführt. Dabei war die energetische Optimierung ein Teilziel der Dissertation. Zu diesem Zwecke wurde die Herstellungsenergie der Gebäudeeinheit mit dem Jahresheizwärmebedarf über 80 Jahre verglichen. Daraus konnte die optimale Dämmstärke der Bauteile berechnet werden, diese liegt zwischen 110 und 140 cm in der Wand und 40 bis 60 cm im Dach.


Die Konsequenz daraus:

Aufgrund des hohen Nutzungsenergieanteils kann ein globalrecyclingfähiges Haus nur mit regenerativen oder globalrecyclingfähigen Energien betrieben werden.
Zusammenfassend werden die Maxime für die Erstellung globalrecyclingfähiger Gebäude und deren langfristige Umsetzung aufgezeigt. Damit ist die Erstellung von globalrecyclingfähigen Gebäuden machbar und sinnvoll.